Ob zu einem guten Essen, einem netten Gespräch oder einfach beim abendlichen Genuss des Feierabends – die meisten Menschen schätzen es, sich dabei an einem guten Glas Rotwein zu erfreuen. Doch wie erhält das Getränk eigentlich seine rote Farbe und was sind die bekanntesten Sorten?
Geschichte
Rotwein war bereits in der Antike des Altertums bekannt. Er galt als Genussmittel aber auch als Medizin. So hat Hippokrates das Getränk bei Problemen mit Herz oder Kreislauf verordnet. Auch im Christentum ist der Rotwein schon lange Zeit bedeutsam. Er wird als “Blut Christi” beim Abendmahl gereicht.
Herstellung und Färbung
Rotwein wird aus den blauen Beeren der Weinrebe hergestellt. Zu Beginn werden die ganzen Früchte zu einem Brei, der sogenannten Maische, gemischt. Meist folgt nun, bei nicht industriell hergestellten Weinen, die Maischegärung. Hier entsteht die rötliche Färbung des Getränks, indem der Alkohol die Pigmente aus den Schalen der Weinbeeren löst. Die Dauer der Maischegärung ist ausschlaggebend für das spätere Produkt. Je länger, desto kräftiger und lagerfähiger ist der spätere Rotwein. Im Anschluss erfolgt das Ausbauen des Weines. Dies ist ein Reifeprozess, bei dem er unter anderem filtriert wird. Bei sehr kostenintensiven Weinen kann diese Reife durchaus einige Jahre in Anspruch nehmen. Schließlich kann das Getränk in Flaschen abgefüllt werden.
Gesundheitlicher Aspekt
Obwohl Hippokrates Rotwein als Heilmittel verschrieben hat und auch die moderne Forschung lange Zeit davon ausging, dass ein Glas des Getränkes pro Tag gesund sei, hat sich diese Ansicht in letzter Zeit relativiert. Es gilt zwar als erwiesen, dass sich einige Inhaltsstoffe positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken, jedoch erhöht der Rotweingenuss im Gegenzug das Risiko anderer Erkrankungen.
Arten
Die Rotweine sind nach den Namen der jeweiligen Weinreben benannt. Die bekanntesten sind: Cabernet Sauvignon, Merlot, Montepulciano, Nebbiolo, Spätburgunder, Tempranillo und Pinot Noir.



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